Freiheitsdämmerung

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Ein Ort für konzentrierte
Debatten und Gespräche.

das Stiftungshaus

The Quest for Immor­tality
and the New Science of Aging

aus dem Vortragsprogramm

Klimapolitik, Demokratie und die Zu­kunft der glo­balen Gemein­schaftsgüter

aus dem Vortragsprogramm

Hoffnung auf das Neue. Resonanz­theoretische Überlegungen

aus dem Vortragsprogramm

Unsere Mission

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung ist eine unabhängige Einrichtung zur Förderung der Wissenschaften mit Sitz in München. 1958 gegründet, wendet sie sich mit ihrem umfangreichen Vortrags- und Publikationsprogramm sowie zahlreichen Gast­veranstal­tungen an Forschung und Öffentlichkeit. So ermöglicht sie den Dialog zwischen international renommierten und jungen Forschenden, Hochschulen, Bibliotheken, Wirtschaft, Verwaltung und Zivil­gesellschaft. Die Stiftung vergibt Fellowships und Preise an herausragende Wissenschaftler­innen und Wissen­schaftler aus aller Welt, fördert einzelne Forschungs­vorhaben und unterstützt wissenschaftliche Bibliotheken.

Aktuelles

11. September 2026

Die Stiftung in neuem Gewand

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung hat ihr visuelles Erscheinungsbild vollständig erneuert. Ab sofort steht das Corporate Design stärker für die grundlegende Ausrichtung der Stiftungsarbeit: Die Frage als Beginn der Erkenntnis.

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17. Juli 2026

Ottmar Edenhofer:
Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik

Klimapolitik ist weit mehr als Umweltpolitik. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für die Sicherung von Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und internationaler Stabilität. So Ottmar Edenhofers zentrale These in seinem Vortrag über Klimapolitik, Demokratie und die Zukunft der globalen Gemeinschaftsgüter.

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23. Juni 2026

Anne Peters:
»Alle sind auf das Völkerrecht angewiesen.«

Die Völkerrechtlerin Anne Peters sondiert in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung die Lage des Völkerrechts in einer Zeit der »Welt-Umordnung« und setzt dem Eindruck seiner Erosion die Hoffnung entgegen, ein tiefgreifend verändertes Völkerrecht könne Kräfte des Widerstands und der Erneuerung mobilisieren und so zu einer »besseren Welt« beitragen.

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4. Juni 2026

Andreas Urs Sommer im RHI-Podcast

Andreas Urs Sommer im Gespräch mit Tina Maier-Schneider vom Roman Herzog Institut über seinen Wechsel von der Universität Freiburg zur Carl Friedrich von Siemens Stiftung und darüber, wie Wissenschaft künftig noch stärker mit der Öffentlichkeit in den Dialog treten kann.

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Livestream

13. Oktober 2026 — 18:30 Uhr

Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski

Freiheitsdämmerung

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Freiheitsdämmerung

»Freiheitliche Demokratien stehen durch totalitäre Regime und innere Gegner unter Druck. Fake News, Verrohung und Entmenschlichung zerstören gemeinsame Vorstellungen von Wahrheit, behindern den öffentlichen Diskurs und entfremden die Bürger voneinander. Aus Sorge um Rechtsstaat, Freiheit und Demokratie ergreifen Einzelne, Gruppen und staatliche Akteure Gegenmaßnahmen. Doch diese Abwehr kann gefährden, was sie schützen soll: Wohlmeinende Verteidiger nutzen Methoden, die Freiheit beschneiden und demokratische Garantien schwächen. Dadurch ist die Freiheit selbst bei manchem unter Verdacht geraten, gilt gar als Egoismus statt als Recht des Individuums, dessen Einschränkung Staat und Gesellschaft rechtfertigen müssen. Eine ›wehrhafte‹ Demokratie droht, sich durch undemokratische Mittel selbst zu beschädigen. Plädiert wird daher für eine Wende: Freiheit und Demokratie lassen sich nicht hinter Schutzmauern bewahren. Ihr Schutz verlangt, ihre Verletzlichkeit anzuerkennen und das Wagnis der Freiheit einzugehen.«

Aus dem Vortragsprogramm

22. Juni 2026

Das Völkerrecht als Hoffnung
auf eine bessere Welt

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Anne Peters
Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Christian Walter
Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht, Ludwig-Maximilians-Universität München

Alles Recht funktioniert nach dem ›Prinzip Hoffnung‹ (Ernst Bloch). Es stellt Maßstäbe auf, die in der Realität oft nicht eingehalten werden – Recht ist kontrafaktisch. Die Hoffnung auf Änderung des Verhaltens der Rechtsunterworfenen und auf Verbesserung der Lebensverhältnisse wird oft enttäuscht. Das gilt für das Völkerrecht in besonderem Maße.

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19. Mai 2026

»Und doch schreibe ich…«
Was heißt Hoffnung in unserer Zeit?

Swetlana Alexijewitsch
Schriftstellerin; Nobelpreis für Literatur 2015

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Riccardo Nicolosi
Lehrstuhl für Slavische Philologie,
Ludwig-Maximilians-Universität München

Man nennt mich eine Katastrophenautorin, aber ich habe nicht über Katastrophen geschrieben, sondern den menschlichen Geist eingefangen. Menschlichen Mut. Mut brauchen heute alle und überall: in Moskau und Charkiw, in Berlin und in Stockholm… Mut, das Licht gegen die hereinbrechende Dunkelheit zu verteidigen.

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18. Februar 2026

Ancient DNA as a Window into Human History and Biology

Prof. Dr. David Reich
Department of Genetics, Harvard Medical School, Cambridge, USA

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Philipp Stockhammer
Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie,
Ludwig-Maximilians-Universität München

In this talk, I will discuss the revolution wrought by the creation, 15 years ago, of a new tool for studying the human past: ancient DNA sequencing. The invention of the microscope around 400 years ago made possible the discovery of the world of previously invisible microorganisms.

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13. Juli 2026

Klimapolitik, Demokratie
und die Zukunft der globalen
Gemein­schaftsgüter

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer
Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung;
Professor für die Ökonomie und Politik des Klimawandels, Technische Universität Berlin

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Ursula Münch
Direktorin der Akademie für Politische Bildung, Tutzing

Die Welt befindet sich inmitten einer Doppelkrise: Der menschengemachte Klimawandel schreitet fort, und mit ihm ein schwerwiegender Biodiversitätsverlust. Dennoch ist die Weltgemeinschaft derzeit meilenweit davon entfernt, eine Lösung für die von Garrett Hardin bereits im Jahr 1968 beschriebene Tragik der Allmende und für die Bewirtschaftung der globalen Gemeinschaftsgüter, wie sie Elinor Ostrom 2003 skizziert hat, zu finden.

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7. Januar 2026

Die neue Geoökonomik

Prof. Dr. Moritz Schularick
Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Kiel

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Ursula Münch
Direktorin der Akademie für politische Bildung, Tutzing

Das frühere Paradigma der Globalisierung beruhte auf der Annahme, dass sich die weltwirtschaftliche Integration selbst verstärkt und dabei sowohl Wohlstand als auch politische Stabilität innerhalb und zwischen Staaten fördert.

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10. Februar 2026

How Electrons and Atoms Can Dance Out of Sync: Insights from Attosecond Core-Level Spectroscopy

Prof. Dr. Ursula Keller
Department of Information Technology and Electrical Engineering, ETH Zürich

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Ferenc Krausz
Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik,
Garching; Nobelpreis für Physik 2023

Attosecond spectroscopy allows us to watch how electrons move and interact with atoms in real time. Using ultrashort laser pulses, we can see electrons localize around specific atoms within a few femtoseconds and how these motions influence the surrounding lattice.

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29. Januar 2026

Funktionsbedingungen der Verfassungsgerichts­barkeit

Prof. DDr. Dr. h.c. Christoph Grabenwarter
Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofes, Wien

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Peter M. Huber
Bundesverfassungsrichter a.D., Minister a.D.

Verfassungsgerichte in demokratischen Rechtsstaaten haben die Funktion, den Vorrang der Verfassung zu sichern. Damit sie diese Funktion effektiv erfüllen können, bedarf es bestimmter rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

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3. Februar 2026

Denial as a Sociological Category

Prof. Dr. Eva Illouz
Department of Sociology and Anthropology, Hebräische Universität Jerusalem;
Directrice d’études, École des hautes études en sciences sociales, Paris

Diskussionsleitung: Géraldine Schwarz
Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin

In his Metaphysics Aristotle viewed knowledge as the result of the desire to know and even postulated that ›all men by nature desire to know.‹ The assumption that human beings desire to know has been at the corner-stone of modernity.

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Osteuropa-Programm

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung unterstützt profilierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ein Gastjahr an einer deutschen Forschungseinrichtung verbringen.

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