Die Stiftung in neuem Gewand
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung hat ihr visuelles Erscheinungsbild vollständig erneuert. Ab sofort steht das Corporate Design stärker für die grundlegende Ausrichtung der Stiftungsarbeit: Die Frage als Beginn der Erkenntnis. Während das alte Logo mit dem Stiftungshaus sehr ortsbezogen war, deutet die neue Bildmarke stärker auf die weit über den Stiftungssitz hinausreichende wissenschaftliche Förderarbeit der Stiftung hin.
Die mit der Entwicklung betraute Agentur Jäger & Jäger (Überlingen) beschreibt die neue Bildmarke wie folgt: „Zentraler Ankerpunkt des Auftritts ist das ‚Quaestiō‘ getaufte neue Zeichen. Es greift die Form des Fragezeichens auf und übersetzt sie in eine reduzierte, abstrakte Bildmarke. Gleichzeitig lassen sich in ihr die Initiale C des Namensgebers sowie der Gedanke der ‚Terra incognita‘ erkennen – jener unbekannten Welt, die es zu entdecken und zu erforschen gilt. Das Nichtwissen wird damit bewusst zum Ausgangspunkt der visuellen Identität.
Das Corporate Design folgt einem klar definierten Gestaltungsprinzip. Ein mathematisch entwickeltes Raster bestimmt Größen, Positionen und Beziehungen der Elemente. Wenige festgelegte Schriftgrößen bilden ein typografisches System, dem sich auch die Wortmarke unterordnet. Das Quaestiō wird dabei nicht als statisches Signet eingesetzt. Es verändert innerhalb des Rasters seine Position und Größe und tritt in Beziehung zu Texten und Inhalten. So entsteht ein Erscheinungsbild, das formal präzise und zugleich offen angelegt ist.
Auch die Farbwelt folgt diesem Prinzip der Reduktion. Schwarz, Weiß und Grauabstufungen bilden den visuellen Grundton. Sie schaffen einen neutralen Raum für wissenschaftliche Inhalte und unterstreichen das Spannungsfeld zwischen Wissen und Nichtwissen, Formuliertem und noch Offenem. Ein leuchtendes Grün wird in digitalen Anwendungen gezielt als Auszeichnungsfarbe eingesetzt und ist inhaltlich mit dem botanischen Forschungsprojekt der Stiftung verbunden.“