Neu im Stiftungsrat
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung freut sich über hochkarätige Verstärkung in ihren Gremien: Mit der Historikerin Barbara Stollberg-Rilinger und dem Kunsthistoriker Andreas Beyer wurden zwei international profilierte Wissenschaftler in den Stiftungsrat berufen.
Barbara Stollberg-Rilinger lehrte als Professorin bis 2018 Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Münster. Dort war sie unter anderem Sprecherin eines Sonderforschungsbereichs zum Thema „Symbolische Kommunikation“ sowie des Exzellenzclusters „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“. Von 2018 bis 2026 stand sie als Rektorin an der Spitze des Wissenschaftskollegs zu Berlin, dem sie weiterhin als Permanent Fellow verbunden ist. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die politische Kultur des Römisch-Deutschen Reiches, vormoderne Rituale und Verfahren sowie die Wissensgeschichte der Aufklärung; aktuell widmet sie sich einer Biographie des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. „Ich freue mich sehr darauf, die Carl Friedrich von Siemens Stiftung nun intensiver kennenzulernen und etwas zur Neuausrichtung beitragen zu dürfen“, sagte Stollberg-Rilinger anlässlich ihrer Berufung.
Andreas Beyer war bis 2025 Professor für Kunstgeschichte der Neuzeit an der Universität Basel. Nach seiner Promotion in Frankfurt am Main (1985) und der Habilitation in Bonn (1994) führten ihn vielfältige Lehr- und Forschungsstationen durch das In- und Ausland. Von 2009 bis 2014 leitete er als Direktor das Deutsche Forum für Kunstgeschichte (Centre Allemand d’Histoire de l’Art) in Paris. Der Deutsch-Schweizer, dessen Publikationen von grundlegenden Monographien bis hin zu Beiträgen in Fachzeitschriften und Feuilletons reichen, gehört seit 2021 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung an. Sein langjähriges Engagement in Beiräten und Gremien gilt insbesondere der Förderung der Forschung und deren Verankerung in der Gesellschaft. Zu seiner Berufung erklärt Andreas Beyer: „Die Arbeit der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in ihrer dynamischen Verschränkung von institutionellen, individuellen und öffentlichen Formaten künftig begleiten zu dürfen, ist eine ebenso anspruchsvolle wie erfüllende Perspektive.“
„Mit Barbara Stollberg-Rilinger und Andreas Beyer gewinnen wir zwei Persönlichkeiten für den Stiftungsrat, die wissenschaftliche Exzellenz mit großer institutioneller Erfahrung verbinden. In einer Phase, in der wir die Stiftung behutsam, aber entschlossen weiterentwickeln und insbesondere die Vermittlung an eine breite Öffentlichkeit weiter stärken wollen, ist ihre Expertise ein unschätzbarer Gewinn. Ich freue mich außerordentlich auf die kluge Urteilskraft der beiden neuen Stiftungsratsmitglieder und die künftige Zusammenarbeit“, sagte Andreas Urs Sommer, Vorstandsvorsitzender der Carl Friedrich von Siemens Stiftung.