Start Initiativen Vortragsprogramm Hoffnung auf das Neue.
Resonanztheoretische Überlegungen

Hoffnung auf das Neue.
Resonanztheoretische Überlegungen

Prof. Dr. Hartmut Rosa
Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena;
Direktor am Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Armin Nassehi
Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie;
Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München

»Ein Blick auf die Weltlage macht im Jahr 2026 den meisten Menschen nur wenig Hoffnung. Die zentralen Probleme – Umweltzerstörung, Klimakrise, Ungleichheit, neue Kriege – scheinen fast kategorisch unlösbar. Die damit verbundene Ohnmachtserfahrung hat ihre Ursache auch darin, dass sich die Subjekte als Handelnde auf nahezu allen Ebenen im ›Vollzugsmodus‹ fühlen: Sie führen Programme aus und folgen den Algorithmen, und die sind auf Fortsetzung des Eingeübten und Eingefahrenen geeicht. Demgegenüber stellt sich die Frage: Wie entsteht genuin Neues, das die Handlungsketten durchbricht? Wie werden wir wieder zu Handelnden, die auf der Basis ihrer Urteilskraft Antworten auf die bedrängenden und bedrückenden Situationen finden? Der Vortrag versucht, Hoffnung auf der Grundlage der Resonanztheorie, des Natalitätskonzepts von Hannah Arendt und der Idee der Mediopassivität – eines Handelns zwischen aktiver Dominanz und ohnmächtiger Akzeptanz – zu gewinnen.«

— Hartmut Rosa

Montag, 20. Juli 2026