Was bleibt, wenn Gründe fehlen?
Hoffnung in religionswissenschaftlicher
Perspektive
Prof. Dr. Volkhard Krech
Professor für Religionswissenschaft und Direktor des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien,
Ruhr-Universität Bochum
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Ronny Vollandt
Professor für Judaistik, Ludwig-Maximilians-Universität München
»Was heißt es, zu hoffen, wenn Gründe dafür fehlen? Religionen geben darauf seit Jahrtausenden Antworten. In Geschichten vom Anfang, in Verheißungen von Heil, in Bildern vom Ende – und dem, was danach beginnt: Neubeginn, Wiedergewinnung des Verlorenen, in manchen Fällen sogar zeit- und raumlose Ewigkeit. Der Vortrag bietet keinen Überblick über Hoffnungsbegriffe einzelner Traditionen, sondern nimmt eine religionswissenschaftliche, systematische Perspektive ein: Was könnte spezifisch religiöse Hoffnung im Unterschied zu anderen Weisen des Hoffens auszeichnen? Zur Beantwortung dieser Frage werden zentrale Facetten des Hoffnungsbegriffs skizziert, seine zeitliche Struktur zwischen Vergangenheit und Zukunft herausgearbeitet und Weisen kontrafaktischen Hoffens diskutiert – als Teil jenes Paradoxons, mit dem Religionen das Unsagbare sagbar zu machen versuchen.«