Start Stiftung Geschichte

Geschichte:

Eine Stiftung als Ort, an dem die Wissenschaft Funken schlägt

Forum für die akademische Landschaft: Stationen und Impressionen aus der Geschichte der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, die seit fast 70 Jahren exzellente Wissenschaft fördert und Spitzenforschung nahbar macht

1958
1960
1961
1964
1972
1974
1977
1985
1985
1989
1990
1992
1993
1994
1996
2001
2002
2003
2004
2006
2007
2008
2009
2010
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2019
2020
2022
2023
2024
2025
2026

1958

1958

Gründung der Carl Friedrich von Siemens Stiftung

23. Oktober 1958: Gründung der Carl Friedrich von Siemens Stiftung als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München durch die Siemens & Halske AG und die Siemens-Schuckertwerke. Namensgeber Carl Friedrich von Siemens (1872–1941) ist die prägende Gestalt in der Siemens-Firmengeschichte der Zwischenkriegszeit. Die Stiftung wird auf Initiative seines Sohns Ernst von Siemens (1903–1990) errichtet. Der Sitz der Stiftung, ein denkmalgeschütztes Kavaliershaus von 1729 des berühmten Barockbaumeisters Joseph Effner (1687-1745) mit modernen Erweiterungsbauten, gehört zum Ensemble von Schloss Nymphenburg, München.

1960

1960

Erster Sekretär

Dr. Kurt Busse (1889–1985), der zuvor u.a. das Siemens-Archiv leitete, wird als »Erster Sekretär« berufen und führt die Geschäfte der Stiftung bis 1964.

1961

1961

Publikationen starten

Die Stiftung veröffentlicht seit 1961 regelmäßig Dokumentationen der Wissenschaftlichen Vorträge in der Stiftung in ihrer Reihe »Themen«.

1964

1964

Armin Mohler leitet die Stiftung

Der Publizist Dr. Armin Mohler (1920–2003), der bereits von 1961 bis 1964 als »Zweiter Sekretär« amtiert, wird »Erster Sekretär«. Ab 1970 bis 1985 leitet er die Stiftung mit der Funktionsbezeichnung »Geschäftsführer«, vertreten von Gottfried von Heusinger (1923–1992). Zuvor war Mohler Paris-Korrespondent für die schweizerische Zeitung »Die Tat« sowie für die deutsche Wochenzeitung »Die Zeit«. Zwischen 1949 und 1953 hat Mohler als Privatsekretär von Ernst Jünger gearbeitet. Um das Wirken von Armin Mohler in und außerhalb der Carl Friedrich von Siemens Stiftung entbrannte später eine öffentliche Debatte, da Mohler in der frühen und mittleren Bundesrepublik als Protagonist von rechts­konservativen und neurechten Netzwerken gilt. Seine umstrittene Dissertation »Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932«, 1950 erstmals in Buchform erschienen, über rechte Strömungen der Weimarer Republik wird heute mitunter als »Fundament der Neuen Rechten« bezeichnet. 2023 startete im Auftrag der Carl Friedrich von Siemens Stiftung ein Projekt am Institut für Zeitgeschichte München, das die Geschichte der Stiftung während der Ära Armin Mohler aufarbeitet.

Zum Projekt des Instituts für Zeitgeschichte München

1972

1972

Erweiterung des Stiftungssitzes

Bau des Seitentrakts mit Clubraum und Bibliothek am Stiftungssitz. Architekt ist Hans Hollein (1934-2014).

1974

1974

Veröffentlichungen zu Vortragsreihen

Als erstes Taschenbuch der Stiftung über vier Sondervortragsreihen erscheint »Sinn und Unsinn des Leistungsprinzips« mit Beiträgen von Arnold Gehlen, Heinz Heckhausen, Ommo Grupe, Günter Schmölders, Hans Peter Dreitzel, Franz Vonessen, Wolfgang Klafki, Christoph Theodor Wagner, Wolfgang Förster und einem Nachwort von Max Müller.

1973 starten die Sondervortragsreihen. Den Auftakt machte das Symposium "Sinn und Unsinn des Leistungsprinzip"
1973 starten die Sondervortragsreihen. Den Auftakt machte das Symposium »Sinn und Unsinn des Leistungsprinzip« 1973 starten die Sondervortragsreihen. Den Auftakt machte das Symposium »Sinn und Unsinn des Leistungsprinzip« 1/2

1977

1977

Werner Heisenberg Vorlesungen

Gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, werden die Werner Heisenberg Vorlesungen gestartet und bis heute fortgeführt. Redner sind u. a. der Chemiker Max Ferdinand Perutz (Nobelpreis für Chemie, 1962), der Kybernetiker Herbert A. Simon (Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 1978), der Wissenschaftstheoretiker Thomas S. Kuhn, der Philosoph Willard Van Orman Quine oder der Neurophysiologe David H. Hubel (Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, 1981)

1985

1985

Neuer Geschäftsführer

Neuer Geschäftsführer: Prof. Dr. Heinrich Meier, seit 1999 Honorarprofessor für Philosophie an der LMU München, seit 2006 Distinguished Visiting Professor am Committee on Social Thought, University of Chicago, leitet die Carl Friedrich von Siemens Stiftung bis 2022.

1985

1985

Internationales Programm

Im Wissenschaftlichen Vortragsprogramm werden verstärkt englischsprachige Veranstaltungen mit internationalen Gästen angeboten.

1989

1989

Vortragsabende im SWR

Der Südwestfunk Baden-Baden beginnt mit der Aufzeichnung und Ausstrahlung ausgewählter Vortragsabende des Wissenschaftlichen Programms der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Bis zum Ende der Zusammenarbeit im Jahr 2005 entstehen über 60 Sendungen.

1990

1990

Tod von Ernst von Siemens

Tod des Ehrenvorsitzenden Ernst von Siemens. Er vermacht der Stiftung Vermögenswerte, die bis heute ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit sichern.

1992

1992

Start der Bibliotheksförderung

Ein Programm zur Unterstützung von Universitätsbibliotheken in den neuen Bundesländern startet: Förderungen erhalten zunächst die Universitätsbibliotheken Dresden, Greifswald, Halle, Jena und Rostock mit jeweils 1,5 Millionen DM.

1993

1993

Fellowships starten

Einrichtung der Auszeichnung »Carl Friedrich von Siemens Fellowships«: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können bis zu 12 Monate in München forschen und sind in der Zeit von allen Lehrverpflichtungen freigestellt. Bisher wurden über 80 Fellows nach München eingeladen, die ganz unterschiedliche Fachgebiete wie Geschichte und Kunstwissenschaft, Rechts- und Politikwissenschaft, Philosophie und Ethnologie, Literaturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte, Sinologie und Verhaltensbiologie abdecken. Aber auch Lyriker, Romanciers und Konzertpianisten waren schon Fellows.

1994

1994

Erster zweisprachiger Titel

Der erste zweisprachige Titel der »Themen-Reihe«, Seth Benardetes »On Plato’s Symposium. Über Platons Symposion«, erscheint in einer Startauflage von 8.000 Exemplaren, er wird 1999 in einer zweiten, durchgesehenen Ausgabe im 9.–13. Tsd. veröffentlicht.

1996

1996

Heinrich-Barkhausen-Preis

Von der Fakultät für Elektrotechnik der TU Dresden wird bis 2021 alljährlich der Heinrich-Barkhausen-Preis der Carl Friedrich von Siemens Stiftung für eine hervorragende Dissertation verliehen.

Gastveranstaltungen im September

In der Stiftung findet ein fünftägiges internationales Symposion zum Thema »The Humanistic Resistance to Dogma at the End of the Middle Ages« statt. Eine zweitägige WHO-Konferenz diskutiert die Themen: »Viral Zoonoses and Food of Animal Origin: A Re-evaluation of Possible Hazards for Human Health«.

2001

2001

Reflexive Modernisierung

Gastveranstaltung: Der Sonderforschungsbereich »Reflexive Modernisierung« der Ludwig-Maximilians-Universität München veranstaltet eine internationale Konferenz zur Frage »Discontinuities of Modernity?«.

Vortrag von John M. Coetzee

John M. Coetzee (2003 Nobelpreis für Literatur), University of Cape Town und University of Chicago, spricht am 15. 3. zum ersten Mal in Deutschland, er hält in der Stiftung den Vortrag »The humanities in Africa – Die Geisteswissenschaften in Afrika«.

John Coetzee bei seinem Vortrag in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung

2002

2002

Max Weber und das Judentum

Gastveranstaltung: Im Februar befasst sich eine Konferenz der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Max Weber und dem Judentum.

Symposium über Leo Strauss

Das von der University of Chicago und der Michigan State University gemeinsam mit der Carl Friedrich von Siemens Stiftung organisierte Symposium »Living Issues in the Thought of Leo Strauss« bringt vom 17. bis zum 20. Juni 80 Wissenschaftler aus Amerika, Europa und Japan in Nymphenburg zusammen.

Nobelpreis für Sidney Brenner

7. Oktober: Sidney Brenner vom Salk Institute, San Diego, erhält in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung am Vorabend seines Vortrags »Our Genome: Past, Present, and Future« die telefonische Nachricht aus Stockholm, dass ihm der Nobelpreis für Medizin 2002 verliehen werde.

Zwei Männer sitzen an einem Tisch mit Mikrofonen während einer Podiumsdiskussion oder eines Vortrags. Im Vordergrund spricht ein Mann in einem hellgrauen Anzug und rot gemusterter Krawatte. Er gestikuliert mit ausgestrecktem Arm und geöffneter Hand, um einen Punkt zu verdeutlichen. Neben ihm sitzt ein weiterer Mann mit Brille in dunklem Anzug und hellblauer Krawatte und hört aufmerksam zu. Auf dem Tisch liegen Unterlagen, ein Mikrofon und ein Konferenzgerät; im Hintergrund stehen Blumenvasen auf einer Ablage. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer wissenschaftlichen oder akademischen Veranstaltung.
Sidney Brenner bei der Diskussion im Anschluss des Vortrags »Our Genome: Past, Present, and Future«

2003

2003

Beiträge zur Musik

Am 10. April findet anlässlich des 100. Geburtstags des Stifters Ernst von Siemens die Sonderveranstaltung »Beiträge zur Musik« statt: John Deathridge, King Edward Professor of Music am King’s College London, spricht über »Die Erfindung der deutschen Musik um 1800«.

Ein Mann mit weißem Haar und Brille steht lächelnd an einem hölzernen Rednerpult und hält einen Vortrag. Er trägt einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine blau gestreifte Krawatte. Im Hintergrund sind unscharf mehrere Zuhörende zu erkennen, die den Vortrag verfolgen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer akademischen oder kulturellen Veranstaltung.
John Deathridge bei seinem Festvortrag »Die Erfindung der deutschen Musik um 1800«

2004

2004

Einweihung des Erweiterungsbaus

14. Dezember: Einweihung des Erweiterungsbaus der Stiftung mit einem Vortrag des Bundes­verfassungs­richters Udo Di Fabio »Die gerechte Gesellschaft als Logos der Verfassung«. Architekt des Neubaus mit einem neuen Saal für Vorträge ist Tobias Köhler, München.

Ein Mann mit Brille, dunklem Anzug, weißem Hemd und dunkelroter Krawatte sitzt auf einem Podium und hört aufmerksam zu. Den Kopf leicht zur Seite geneigt, stützt er das Kinn mit zwei Fingern der rechten Hand und blickt nachdenklich nach links. Im Vordergrund ist unscharf ein Mikrofon zu erkennen, im Hintergrund eine helle Projektionsfläche. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer wissenschaftlichen oder öffentlichen Diskussionsveranstaltung.
Udo di Fabio

2006

2006

Professur für Theodor W. Hänsch

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung richtet im Zusammenwirken mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Carl Friedrich von Siemens Professur für Theodor W. Hänsch ein, um dem im Jahr 2005 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichneten Wissenschaftler die Möglichkeit zu eröffnen, seine Forschungen über den formalen Eintritt in den Ruhestand hinaus in München fortzusetzen.

Ästhetische Fragen für die Philosophie

November: Symposium anlässlich der 80. Geburtstage von Dieter Henrich und Robert Spaemann: »Zur Bedeutung ästhetischer Fragen für die Philosophie«.

2007

2007

Abschluss der Trilogie

Im Sommer endet die Sondervortragsreihe »Über das Glück«. Damit kommt die Trilogie zum Abschluss, die mit der Sondervortragsreihe »Über die Liebe« im Jahr 1999 begonnen und in »Der Tod im Leben« 2003 ihre Mitte hatte. Veröffentlicht in der »Serie Piper« erreichten Beiträge der drei großen Reihen ein großes Publikum. 14 Vorträge wurden in Fernsehaufzeichnungen des SWR ausgestrahlt.

2008

2008

Unterstützung für Oberwolfach

Seit 2008 wird das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach bei der Durchführung der internationalen »Oberwolfach Seminare« unterstützt, die jährlich ca. 150 Teilnehmer für mathematische Projekte, jeweils mit einem Aufenthalt von einer Woche, im Schwarzwald zusammenführen. Die Förderung wird 2013, 2016 und 2019 um drei Jahre, zuletzt bis 2021/2022 verlängert.

Rettung der Sören Kierkegaard Edition

Start der Förderung der Deutschen Sören Kierkegaard Edition (DSKE), deren erster Band 2006 im Verlag Walter de Gruyter erschienen und durch eine Anschubfinanzierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt worden war. Das Vorhaben, das 2008 vor dem Aus stand, wird durch die schnelle Entscheidung und das anhaltende Engagement der Stiftung gerettet.

Symposium »Selbständigkeit der Religion«

Dezember: Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Graf: »Selbständigkeit der Religion«.

Mehrere Männer sitzen im Gespräch bei einer Podiums- oder Diskussionsveranstaltung. Im Vordergrund sitzt ein Mann in grauem Anzug mit hellblauer Krawatte und verschränkten Händen, der nach links blickt. Neben ihm unterhält sich ein älterer Mann mit weißem Haar, Brille und kariertem Sakko, während er eine Hand an die Wange legt. Weitere Teilnehmer sind im Hintergrund zu sehen. Die Aufnahme entstand in einem hellen Raum mit großen Fenstern und vermittelt den Eindruck einer akademischen oder wissenschaftlichen Veranstaltung.
Theologe Friedrich Wilhelm Graf (li.) mit Philosoph Jürgen Habermas

2009

2009

Förderung für Forschungsbibliotheken

Start des Programms zur Unterstützung von Forschungsbibliotheken: Neben dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München werden in den folgenden Jahren u. a. die Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, die Forschungsbibliothek Gotha, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach und die Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts gefördert.

2010

2010

50 Jahre Carl Friedrich von
Siemens Stiftung

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung feiert ihr 50-jähriges Bestehen im Mai, Juni und Juli mit einer Reihe, die von Dieter Grimm, Fellow des Jahres 2010, mit einem Vortrag zur Frage »Kann man die Geschichte der Bundesrepublik ohne ihre Verfassungsgeschichte schreiben?« eröffnet wurde. Den Schlusspunkt setzte Nathan Tarcov, Fellow des Jahres 2002−2003, mit »Machiavelli’s Critique of Religion«.

Ein älterer Mann mit weißem Haar und Brille steht an einem hölzernen Rednerpult und hält einen Vortrag. Er trägt einen dunklen Anzug mit Weste, ein gestreiftes Hemd und eine rostfarbene Krawatte. Während des Sprechens hebt er eine Hand mit leicht geschlossenen Fingern, um seine Ausführungen zu betonen. Vor ihm befindet sich ein Schwanenhalsmikrofon, im Hintergrund eine schlichte helle Wand. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer wissenschaftlichen oder öffentlichen Vortragsveranstaltung.
Zwei Männer sitzen an einem Konferenztisch während einer Podiumsdiskussion. Der Mann rechts mit Brille und grauem Bart spricht und unterstreicht seine Ausführungen mit einer ausgestreckten Hand. Der Mann links mit dunklem Vollbart hört aufmerksam zu. Auf dem Tisch stehen Mikrofone, Wasserflaschen, Bücher und Unterlagen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer lebhaften wissenschaftlichen Debatte.
Dieter Grimm Nathan Tarcov (li.) hält den Vortrag "Machiavelli’s Critique of Religion". Die Diskussion leitet CFvSS-Geschäftsführer Heinrich Meier 1/2

Heinz Gumin Preis für Mathematik

Alle drei bis vier Jahre vergibt die Stiftung seit diesem Jahr den Heinz Gumin Preis für Mathematik der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Mit 50.000 Euro ist er der höchstdotierte Mathematikpreis im deutschsprachigen Raum. Der Mathematiker und Informatiker Heinz Gumin war von 1984 bis zu seinem Tode 2008 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Erster Preisträger ist Gerd Faltings, Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn.

Zwei Männer in Anzügen stehen nebeneinander und betrachten gemeinsam eine gerahmte Urkunde oder Auszeichnung. Der Mann links trägt einen grauen Anzug, eine Brille und eine dunkle Krawatte und lächelt, während er auf das Dokument blickt. Der ältere Mann rechts hält den Rahmen in den Händen und trägt einen dunklen Anzug mit weißem Hemd und orange gestreifter Krawatte. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer feierlichen Ehrung oder Preisverleihung im Rahmen einer akademischen Veranstaltung.
Ein älterer Mann im dunklen Nadelstreifenanzug, weißem Hemd und gestreifter Krawatte steht in einem festlich vorbereiteten Veranstaltungssaal und legt eine Hand auf die Rückenlehne eines Stuhls. Er blickt in die Kamera und lächelt dezent. Im Hintergrund sind rund gedeckte Tische mit weißen Hussen, Kerzenleuchtern, Blumengestecken und Namensschildern zu sehen. Der helle Saal vermittelt den Eindruck eines feierlichen Empfangs oder eines festlichen Dinners im Rahmen einer akademischen oder kulturellen Veranstaltung.
Gerd Faltings (li.) erhält als erster Preisträger den Heinz Gumin Preis für Mathematik der Carl Friedrich von Siemens Stiftung Der Namensgeber des Preises: Der Mathematiker und Informatiker Heinz Gumin war von 1984 bis zu seinem Tode 2008 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Stiftung. 1/2

Symposium für Ernst-Wolfgang Böckenförde

September: Symposium anlässlich des 80. Geburtstags von Ernst-Wolfgang Böckenförde: »Menschenwürde, Demokratie, Christliche Gerechtigkeit«.

2012

2012

Sondervortragsreihe Politik und Religion

Sondervortragsreihe Politik und Religion u.a. mit Hans Ulrich Gumbrecht, Fellow 2009−2010, und dem Judaisten Peter Schäfer, Fellow 2020−2021.

Ein Mann in dunklem Anzug, hellblau gestreiftem Hemd und gemusterter Krawatte sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen und spricht während einer Podiumsdiskussion. Er lächelt und hebt eine Hand mit geöffneter Handfläche, um seine Ausführungen zu unterstreichen. Vor ihm liegen Notizen, daneben stehen zwei Wasserflaschen und ein Glas. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer akademischen oder wissenschaftlichen Diskussionsveranstaltung.
**ALT-Text:** Ein Mann mit grauem, lockigem Haar, Schnurrbart und halb heruntergeschobener Brille steht an einem hölzernen Rednerpult und hält einen Vortrag. Er trägt einen dunklen Anzug, ein schwarzes Hemd und eine rot gemusterte Krawatte. Mit beiden Händen gestikuliert er, um seine Ausführungen zu veranschaulichen. Vor ihm stehen eine Wasserflasche und ein Glas, daneben ist ein Schwanenhalsmikrofon auf ihn ausgerichtet. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer akademischen oder wissenschaftlichen Vortragsveranstaltung.
Der Judaist Peter Schäfer bei der Diskussion anlässlich seines Vortrags "Jüdische Polemik gegen Jesus und das Christentum : die Entstehung eines jüdischen Gegenevangeliums" Der Romanist und Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht bei seinem Vortrag "Religion und Politik in den USA. Eine Geschichte der Oszillationen" 1/2

2013

2013

Heinz Gumin Preis an Stefan Müller

Der Heinz Gumin Preis für Mathematik wird am 15. November an Stefan Müller, Universität Bonn, verliehen. Ausgezeichnet wird er für seine bahnbrechenden Beiträge zur Variationsrechnung und elliptischen Regularitätstheorie, häufig motiviert durch innovative Anwendungen in der Festkörpermechanik.

Ein Mann im dunklen Anzug mit Fliege steht vor einer projizierten Präsentationsfolie mit mathematischen Formeln und hält einen Vortrag. Mit ausgestrecktem Arm zeigt er auf eine Gleichung im oberen Bereich der Projektion, während er sich dem Publikum zuwendet. Die Formeln werden teilweise auf sein Gesicht und seine Kleidung projiziert. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer wissenschaftlichen Vorlesung oder eines mathematischen Fachvortrags.
Mehrere Personen sitzen in den vorderen Reihen einer feierlichen Veranstaltung. Im Mittelpunkt lächelt ein Mann mit Brille, Fliege und grauem Anzug einer Frau mit kurzem rötlichem Haar zu, die ein graues Jackett mit grünem Kragen und eine grüne Perlenkette trägt. Rechts daneben sitzt ein weiterer Mann im dunklen Anzug mit gemusterter Krawatte und blickt nach unten. Im Hintergrund sind zahlreiche weitere Gäste zu sehen, die sich unterhalten oder auf die Veranstaltung warten. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer akademischen Festveranstaltung oder Preisverleihung.
Gumin-Preisträger Stefan Müller Der Mathematiker Stefan Müller bei der Preisverleihung 1/2

Neue Wohnungen für Fellows

Zwei Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur Ludwig-Maximilians-Universität stehen zukünftig den Siemens Fellows für ihren Aufenthalt unentgeltlich zur Verfügung.

2014

2014

Der längste Vortragsabend

Am 17. Februar hält der ungarisch-britische Starpianist Sir András Schiff seinen Vortrag »Beethovens Diabelli Variationen und Bachs Goldberg Variationen« in der Reihe Beiträge zur Musik. Er begeistert über mehr als drei Stunden das Auditorium, das nach der Interpretation beider Werke am Flügel und der Erklärung ihrer Struktur auch die anschließende Diskussion konzentriert verfolgte. Es war der längste Vortragsabend in der Geschichte der Stiftung.

Ein Mann mit grauem, lockigem Haar trägt einen dunklen Anzug, weißes Hemd und graue Krawatte und präsentiert während eines Vortrags ein aufgeschlagenes Buch mit historischen Notenseiten. Er hält den großformatigen Band mit beiden Händen so, dass das Publikum die handschriftlichen Musiknoten sehen kann, während er dazu spricht. Rechts im Bild ist ein Teil eines Flügels zu erkennen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer musikwissenschaftlichen oder kulturhistorischen Vortragsveranstaltung.
Ein Mann mit grauem, lockigem Haar sitzt an einem schwarzen Konzertflügel und demonstriert etwas am Instrument. Er trägt einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine graue Krawatte. Mit der rechten Hand hält er sie über die Tastatur, als wolle er eine Passage vorspielen oder erläutern, während er nach unten auf das Klavier blickt. Auf dem Flügel ist das Logo „Steinway & Sons“ zu erkennen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer musikwissenschaftlichen oder musikalischen Vortragsveranstaltung mit praktischer Demonstration.
Der Pianist Andras Schiff bei der Veranstaltung "Beethovens Diabelli Variationen und Bachs Goldberg Variationen. Ein Vergleich und ein Versuch, sie zu verstehen" Der Pianist Andras Schiff spielte u. a. Beethovens Diabelli-Variationen 1/2

Edition der Carl Friedrich von
Siemens Stiftung

In der »Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung« im Verlag C.H.Beck erscheinen seitdem herausragende Studien, die im Rahmen des Fellowship-Programms der Stiftung entstanden sind.

Symposium für Horst Dreier

September: Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Horst Dreier: »Grundlagen des Grundgesetzes«.

Erwerbungsförderung »Schott-Archiv«

Am 3. Dezember präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek der Öffentlichkeit den Erwerb des Schott-Archivs. In der Woche davor waren die umfangreichen Bestände des Musikverlags von Mainz nach München gekommen, darunter beinahe 50.000 Notendrucke, das Erstausgabenarchiv von mehr als 60 laufenden Metern, über 30.000 Musikhandschriften, mehr als 3.000 Briefe und die Stich- und Druckbücher. Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung unterstützte neben der Kulturstiftung der Länder den Erwerb und ermöglichte darüber hinaus den Ankauf der kompletten Geschäftskorrespondenz des Schott-Verlags vom 18. bis zum 20. Jahrhundert

2015

2015

Kooperation mit Alexander von Humboldt-Stiftung

Start einer Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Stiftung: Zur Erweiterung der Programme, in denen die Alexander von Humboldt- Stiftung Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Deutschland einlädt, stellt die Stiftung 2015−2019 jährlich 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel dürfen nicht zur Substituierung anderer Zuwendungen eingesetzt werden. In den ersten fünf Jahren der Kooperation wurden 36 Carl Friedrich von Siemens-Forschungspreise der Alexander von Humboldt-Stiftung und 110 Carl Friedrich von Siemens-Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt- Stiftung finanziert. Bis zum Ende 2024 erreichte die Kooperation ein Gesamtfördervolumen von 25 Millionen Euro

2016

2016

Publikation zu Bob Dylan

Die Publikation des Siemens Fellow Heinrich Detering »Die Stimmen aus der Unterwelt. Bob Dylans Mysterienspiele« erscheint in der »Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung« im Verlag C.H.Beck.

Heinz Gumin Preis an Wendelin Werner

Der Heinz Gumin Preis für Mathematik wird am 9. Dezember an Wendelin Werner, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich verliehen.

Zwei Männer stehen einander zugewandt und betrachten gemeinsam eine aufgeschlagene Urkundenmappe. Der ältere Mann links mit weißem Haar und Bart trägt einen dunklen Anzug mit weißem Hemd und rot-weiß gestreifter Krawatte und zeigt auf den Inhalt der Mappe. Der jüngere Mann rechts mit lockigem dunklem Haar, Brille, grauem Sakko und roter Krawatte hält die Mappe und lächelt seinem Gegenüber zu. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer feierlichen Ehrung oder Preisverleihung im Rahmen einer akademischen Veranstaltung.
Gumin-Preisträger Wendelin Werner

2017

2017

Symposium für Dieter Henrich

Januar: Symposium anlässlich des 90. Geburtstags von Dieter Henrich: »Philosophie und Leben«.

Sondervortragsreihe zur»Zukunft der Demokratie«

Sondervortragsreihe “Die Zukunft der Demokratie” u.a. mit den Rechtswissenschaftlern Horst Dreier, Fellow 2011−2012, und Dietrich Murswiek, Fellow 2005−2006, sowie den Politikwissenschaftlern Herfried Münkler, Fellow 2016−2017, und Thomas L. Pangle, Fellow 1997−1998.

Ein Mann mit kurz geschnittenem grauem Haar und Brille steht an einem hölzernen Rednerpult und hält einen Vortrag. Er trägt einen grauen Anzug, ein weißes Hemd und eine dunkel gemusterte Krawatte. Mit erhobener, geöffneter Hand unterstreicht er seine Ausführungen, während er aufmerksam zum Publikum blickt. Vor ihm befindet sich ein Schwanenhalsmikrofon. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer akademischen oder wissenschaftlichen Vortragsveranstaltung.
Der Rechtsphilosoph Horst Dreier hält den Vortrag "Vom Schwinden der Demokratie"

Nobelpreis für Barry C. Barish

Am 18. Januar stellte Barry C. Barish in der Reihe »Naturwissenschaft Aktuell« unter dem Titel »Einstein, Black Holes, and the Cosmic Chirps« das aufsehenerregende Experiment zum Nachweis von Gravitationswellen vor, für das er im Oktober desselben Jahres mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde.

Ein älterer Mann mit weißem Haar und Vollbart spricht an einem Rednerpult bei einer wissenschaftlichen Veranstaltung. Er trägt ein dunkles Sakko, ein kariertes Hemd und eine gemusterte Krawatte. Mit einer Hand gestikuliert er, während er einen kleinen Presenter hält. Vor ihm stehen ein Mikrofon und eine Wasserflasche. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck eines konzentrierten Vortrags oder einer Fachdiskussion.
Der US-amerikanische Physiker Barry Barish

2019

2019

40. Jahrestreffen der Alexander von Humboldt-Stiftung

Gastveranstaltung: Am 9. Juli lud die Alexander von Humboldt-Stiftung zum 40. Jahrestreffen der Münchner Forschungspreisträger und Forschungsstipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung ein; den Vortrag zu dem besonderen Jubiläum hielt der Carl Friedrich von Siemens-Preisträger Andreas Daum über Alexander von Humboldt.

Symposium für Peter M. Huber

Januar: Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Peter M. Huber: »Der europäische Rechtsraum«.

2020

2020

Heinz Gumin Preis an Wolfgang Hackbusch

Der Heinz Gumin Preis für Mathematik ging am 27. November an Wolfgang Hackbusch, emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften, Leipzig.

Bibliotheksförderung mit Spitzenwert

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung ist der bei weitem aktivste Förderer von Bibliotheken in Deutschland jenseits der Bibliotheksfinanzierung aus öffentlichen Mitteln. Bis 2020 werden insgesamt über 61 Millionen Euro dafür aufgewendet.

Über 170.000 Gäste in der Stiftung

Von Oktober 2005 bis September 2020 kamen 129.191 Gäste zu 1.307 Veranstaltungen ins Südliche Schloßrondell 23. Von ihnen besuchten 68.911 − im Mittel 228 pro Abend − die 302 Vorträge des Wissenschaftlichen Programms.

In diesem Zeitraum beteiligten sich an 1.042 Gastveranstaltungen in den Räumen der Stiftung insgesamt 55.892 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

2022

2022

Berufung von Marcel Lepper zum Geschäftsführer

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Marcel Lepper wird im April als Geschäftsführer berufen, scheidet aber im Februar 2023 bereits wieder aus dieser Position aus.

 

Start des Osteuropa-Programms

Im Sommer erweitert die Stiftung mit dem Osteuropa-Programm das bestehende Fellows-Programm um einen wichtigen Baustein.

2023

2023

Norbert Frei zu Gast in der Stiftung

Der Historiker Norbert Frei hält am 22. Juni den Vortrag »Die deutschen Deutungseliten und die NS-Vergangenheit«.

Neue Geschäftsführerin Isabel Pfeiffer-Poensgen

Isabel Pfeiffer-Poensgen, die ehemalige Kultur- und Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, übernimmt ab Oktober ad interim die Geschäftsführung. Nach einer Satzungsänderung wurde sie zum 1. Dezember 2024 zur Vorsitzenden des Stiftungsvorstands bestellt.

Stiftungsgeschichte soll erforscht werden

Im November beauftragt die Stiftung das Institut für Zeitgeschichte in München mit der Aufarbeitung der Stiftungsgeschichte, insbesondere im Hinblick auf die Ära des Geschäftsführers Dr. Armin Mohler in den Jahren 1964–1985.

2024

2024

Stiftungsarchiv ist digitalisiert

Abschluss der archivfachlichen Erfassung und Digitalisierung der umfangreichen Stiftungsregistratur.

Start des Forschungsprojekts zur Stiftungsgeschichte

Das Projekt »Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung 1958–1985: Wissenschaft, konservative Bürgerlichkeit und rechte Netzwerke« startet unter der Leitung des Historikers Dr. Maik Tändler am Institut für Zeitgeschichte.

Erste Wissenschaftlerin im Stiftungsrat

Im April wird mit der Biophysikerin Petra Schwille die erste Wissenschaftlerin in den Stiftungsrat berufen. Im Dezember 2024 erfolgt die Bestellung von Beate Kellner, die den Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik an der LMU München innehat. Bis Anfang 2024 bestand der Stiftungsrat ausschließlich aus männlichen Mitgliedern.

Stiftungsvorstand wird hauptamtlich

Satzungsänderung: Die Stiftung verfügt jetzt über zwei Gremien, den hauptamtlichen Stiftungsvorstand und den ehrenamtlichen Stiftungsrat. Ein hauptamtlicher zweiköpfiger Vorstand leitet die Stiftung: Isabel Pfeiffer-Poensgen sowie seit April 2025 der Jurist und Stiftungsmanager Dr. Stefan Fritz.

2025

2025

Jürgen Habermas zu Gast

Gastveranstaltung: Zweiteiliges Kolloquium zur Krise der westlichen Demokratien. Beim zweiten Teil der Tagung im November spricht der 96-jährige Philosoph Jürgen Habermas zur Frage »Kann sich die EU dem autoritären Sog der USA noch entziehen?«. Es ist sein letzter öffentlicher Vortrag.

Ausstellungsförderung

Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung fördert die erstmalige Ausstellung der kulturellen Schätze aus der historischen Klosterbibliothek der Zisterzienserinnenabtei St. Marienthal in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

2026

2026

Andreas Urs Sommer leitet Stiftung

Der Philosoph Prof. Dr. Andreas Urs Sommer tritt als neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung sein Amt an.