Geschichte:
Eine Stiftung als Ort, an dem die Wissenschaft Funken schlägt
Forum für die akademische Landschaft: Stationen und Impressionen aus der Geschichte der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, die seit fast 70 Jahren exzellente Wissenschaft fördert und Spitzenforschung nahbar macht
1958
1958
Gründung der Carl Friedrich von Siemens Stiftung
23. Oktober 1958: Gründung der Carl Friedrich von Siemens Stiftung als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München durch die Siemens & Halske AG und die Siemens-Schuckertwerke. Namensgeber Carl Friedrich von Siemens (1872–1941) ist die prägende Gestalt in der Siemens-Firmengeschichte der Zwischenkriegszeit. Die Stiftung wird auf Initiative seines Sohns Ernst von Siemens (1903–1990) errichtet. Der Sitz der Stiftung, ein denkmalgeschütztes Kavaliershaus von 1729 des berühmten Barockbaumeisters Joseph Effner (1687-1745) mit modernen Erweiterungsbauten, gehört zum Ensemble von Schloss Nymphenburg, München.
1960
1960
Erster Sekretär
Dr. Kurt Busse (1889–1985), der zuvor u.a. das Siemens-Archiv leitete, wird als »Erster Sekretär« berufen und führt die Geschäfte der Stiftung bis 1964.
1961
1961
Publikationen starten
Die Stiftung veröffentlicht seit 1961 regelmäßig Dokumentationen der Wissenschaftlichen Vorträge in der Stiftung in ihrer Reihe »Themen«.
1964
1964
Armin Mohler leitet die Stiftung
Der Publizist Dr. Armin Mohler (1920–2003), der bereits von 1961 bis 1964 als »Zweiter Sekretär« amtiert, wird »Erster Sekretär«. Ab 1970 bis 1985 leitet er die Stiftung mit der Funktionsbezeichnung »Geschäftsführer«, vertreten von Gottfried von Heusinger (1923–1992). Zuvor war Mohler Paris-Korrespondent für die schweizerische Zeitung »Die Tat« sowie für die deutsche Wochenzeitung »Die Zeit«. Zwischen 1949 und 1953 hat Mohler als Privatsekretär von Ernst Jünger gearbeitet. Um das Wirken von Armin Mohler in und außerhalb der Carl Friedrich von Siemens Stiftung entbrannte später eine öffentliche Debatte, da Mohler in der frühen und mittleren Bundesrepublik als Protagonist von rechtskonservativen und neurechten Netzwerken gilt. Seine umstrittene Dissertation »Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932«, 1950 erstmals in Buchform erschienen, über rechte Strömungen der Weimarer Republik wird heute mitunter als »Fundament der Neuen Rechten« bezeichnet. 2023 startete im Auftrag der Carl Friedrich von Siemens Stiftung ein Projekt am Institut für Zeitgeschichte München, das die Geschichte der Stiftung während der Ära Armin Mohler aufarbeitet.
1972
1972
Erweiterung des Stiftungssitzes
Bau des Seitentrakts mit Clubraum und Bibliothek am Stiftungssitz. Architekt ist Hans Hollein (1934-2014).
1974
1974
Veröffentlichungen zu Vortragsreihen
Als erstes Taschenbuch der Stiftung über vier Sondervortragsreihen erscheint »Sinn und Unsinn des Leistungsprinzips« mit Beiträgen von Arnold Gehlen, Heinz Heckhausen, Ommo Grupe, Günter Schmölders, Hans Peter Dreitzel, Franz Vonessen, Wolfgang Klafki, Christoph Theodor Wagner, Wolfgang Förster und einem Nachwort von Max Müller.
1977
1977
Werner Heisenberg Vorlesungen
Gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, werden die Werner Heisenberg Vorlesungen gestartet und bis heute fortgeführt. Redner sind u. a. der Chemiker Max Ferdinand Perutz (Nobelpreis für Chemie, 1962), der Kybernetiker Herbert A. Simon (Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 1978), der Wissenschaftstheoretiker Thomas S. Kuhn, der Philosoph Willard Van Orman Quine oder der Neurophysiologe David H. Hubel (Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, 1981)
1985
1985
Neuer Geschäftsführer
Neuer Geschäftsführer: Prof. Dr. Heinrich Meier, seit 1999 Honorarprofessor für Philosophie an der LMU München, seit 2006 Distinguished Visiting Professor am Committee on Social Thought, University of Chicago, leitet die Carl Friedrich von Siemens Stiftung bis 2022.
1985
1985
Internationales Programm
Im Wissenschaftlichen Vortragsprogramm werden verstärkt englischsprachige Veranstaltungen mit internationalen Gästen angeboten.
1989
1989
Vortragsabende im SWR
Der Südwestfunk Baden-Baden beginnt mit der Aufzeichnung und Ausstrahlung ausgewählter Vortragsabende des Wissenschaftlichen Programms der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Bis zum Ende der Zusammenarbeit im Jahr 2005 entstehen über 60 Sendungen.
1990
1990
Tod von Ernst von Siemens
Tod des Ehrenvorsitzenden Ernst von Siemens. Er vermacht der Stiftung Vermögenswerte, die bis heute ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit sichern.
1992
1992
Start der Bibliotheksförderung
Ein Programm zur Unterstützung von Universitätsbibliotheken in den neuen Bundesländern startet: Förderungen erhalten zunächst die Universitätsbibliotheken Dresden, Greifswald, Halle, Jena und Rostock mit jeweils 1,5 Millionen DM.
1993
1993
Fellowships starten
Einrichtung der Auszeichnung »Carl Friedrich von Siemens Fellowships«: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können bis zu 12 Monate in München forschen und sind in der Zeit von allen Lehrverpflichtungen freigestellt. Bisher wurden über 80 Fellows nach München eingeladen, die ganz unterschiedliche Fachgebiete wie Geschichte und Kunstwissenschaft, Rechts- und Politikwissenschaft, Philosophie und Ethnologie, Literaturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte, Sinologie und Verhaltensbiologie abdecken. Aber auch Lyriker, Romanciers und Konzertpianisten waren schon Fellows.
1994
1994
Erster zweisprachiger Titel
Der erste zweisprachige Titel der »Themen-Reihe«, Seth Benardetes »On Plato’s Symposium. Über Platons Symposion«, erscheint in einer Startauflage von 8.000 Exemplaren, er wird 1999 in einer zweiten, durchgesehenen Ausgabe im 9.–13. Tsd. veröffentlicht.
1996
1996
Heinrich-Barkhausen-Preis
Von der Fakultät für Elektrotechnik der TU Dresden wird bis 2021 alljährlich der Heinrich-Barkhausen-Preis der Carl Friedrich von Siemens Stiftung für eine hervorragende Dissertation verliehen.
Gastveranstaltungen im September
In der Stiftung findet ein fünftägiges internationales Symposion zum Thema »The Humanistic Resistance to Dogma at the End of the Middle Ages« statt. Eine zweitägige WHO-Konferenz diskutiert die Themen: »Viral Zoonoses and Food of Animal Origin: A Re-evaluation of Possible Hazards for Human Health«.
2001
2001
Reflexive Modernisierung
Gastveranstaltung: Der Sonderforschungsbereich »Reflexive Modernisierung« der Ludwig-Maximilians-Universität München veranstaltet eine internationale Konferenz zur Frage »Discontinuities of Modernity?«.
Vortrag von John M. Coetzee
John M. Coetzee (2003 Nobelpreis für Literatur), University of Cape Town und University of Chicago, spricht am 15. 3. zum ersten Mal in Deutschland, er hält in der Stiftung den Vortrag »The humanities in Africa – Die Geisteswissenschaften in Afrika«.
2002
2002
Max Weber und das Judentum
Gastveranstaltung: Im Februar befasst sich eine Konferenz der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Max Weber und dem Judentum.
Symposium über Leo Strauss
Das von der University of Chicago und der Michigan State University gemeinsam mit der Carl Friedrich von Siemens Stiftung organisierte Symposium »Living Issues in the Thought of Leo Strauss« bringt vom 17. bis zum 20. Juni 80 Wissenschaftler aus Amerika, Europa und Japan in Nymphenburg zusammen.
Nobelpreis für Sidney Brenner
7. Oktober: Sidney Brenner vom Salk Institute, San Diego, erhält in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung am Vorabend seines Vortrags »Our Genome: Past, Present, and Future« die telefonische Nachricht aus Stockholm, dass ihm der Nobelpreis für Medizin 2002 verliehen werde.
2003
2003
Beiträge zur Musik
Am 10. April findet anlässlich des 100. Geburtstags des Stifters Ernst von Siemens die Sonderveranstaltung »Beiträge zur Musik« statt: John Deathridge, King Edward Professor of Music am King’s College London, spricht über »Die Erfindung der deutschen Musik um 1800«.
2004
2004
Einweihung des Erweiterungsbaus
14. Dezember: Einweihung des Erweiterungsbaus der Stiftung mit einem Vortrag des Bundesverfassungsrichters Udo Di Fabio »Die gerechte Gesellschaft als Logos der Verfassung«. Architekt des Neubaus mit einem neuen Saal für Vorträge ist Tobias Köhler, München.
2006
2006
Professur für Theodor W. Hänsch
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung richtet im Zusammenwirken mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Carl Friedrich von Siemens Professur für Theodor W. Hänsch ein, um dem im Jahr 2005 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichneten Wissenschaftler die Möglichkeit zu eröffnen, seine Forschungen über den formalen Eintritt in den Ruhestand hinaus in München fortzusetzen.
Ästhetische Fragen für die Philosophie
November: Symposium anlässlich der 80. Geburtstage von Dieter Henrich und Robert Spaemann: »Zur Bedeutung ästhetischer Fragen für die Philosophie«.
2007
2007
Abschluss der Trilogie
Im Sommer endet die Sondervortragsreihe »Über das Glück«. Damit kommt die Trilogie zum Abschluss, die mit der Sondervortragsreihe »Über die Liebe« im Jahr 1999 begonnen und in »Der Tod im Leben« 2003 ihre Mitte hatte. Veröffentlicht in der »Serie Piper« erreichten Beiträge der drei großen Reihen ein großes Publikum. 14 Vorträge wurden in Fernsehaufzeichnungen des SWR ausgestrahlt.
2008
2008
Unterstützung für Oberwolfach
Seit 2008 wird das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach bei der Durchführung der internationalen »Oberwolfach Seminare« unterstützt, die jährlich ca. 150 Teilnehmer für mathematische Projekte, jeweils mit einem Aufenthalt von einer Woche, im Schwarzwald zusammenführen. Die Förderung wird 2013, 2016 und 2019 um drei Jahre, zuletzt bis 2021/2022 verlängert.
Rettung der Sören Kierkegaard Edition
Start der Förderung der Deutschen Sören Kierkegaard Edition (DSKE), deren erster Band 2006 im Verlag Walter de Gruyter erschienen und durch eine Anschubfinanzierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt worden war. Das Vorhaben, das 2008 vor dem Aus stand, wird durch die schnelle Entscheidung und das anhaltende Engagement der Stiftung gerettet.
Symposium »Selbständigkeit der Religion«
Dezember: Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Graf: »Selbständigkeit der Religion«.
2009
2009
Förderung für Forschungsbibliotheken
Start des Programms zur Unterstützung von Forschungsbibliotheken: Neben dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München werden in den folgenden Jahren u. a. die Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, die Forschungsbibliothek Gotha, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach und die Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts gefördert.
2010
2010
50 Jahre Carl Friedrich von
Siemens Stiftung
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung feiert ihr 50-jähriges Bestehen im Mai, Juni und Juli mit einer Reihe, die von Dieter Grimm, Fellow des Jahres 2010, mit einem Vortrag zur Frage »Kann man die Geschichte der Bundesrepublik ohne ihre Verfassungsgeschichte schreiben?« eröffnet wurde. Den Schlusspunkt setzte Nathan Tarcov, Fellow des Jahres 2002−2003, mit »Machiavelli’s Critique of Religion«.
Heinz Gumin Preis für Mathematik
Alle drei bis vier Jahre vergibt die Stiftung seit diesem Jahr den Heinz Gumin Preis für Mathematik der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Mit 50.000 Euro ist er der höchstdotierte Mathematikpreis im deutschsprachigen Raum. Der Mathematiker und Informatiker Heinz Gumin war von 1984 bis zu seinem Tode 2008 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Erster Preisträger ist Gerd Faltings, Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn.
Symposium für Ernst-Wolfgang Böckenförde
September: Symposium anlässlich des 80. Geburtstags von Ernst-Wolfgang Böckenförde: »Menschenwürde, Demokratie, Christliche Gerechtigkeit«.
2012
2012
Sondervortragsreihe Politik und Religion
Sondervortragsreihe Politik und Religion u.a. mit Hans Ulrich Gumbrecht, Fellow 2009−2010, und dem Judaisten Peter Schäfer, Fellow 2020−2021.
2013
2013
Heinz Gumin Preis an Stefan Müller
Der Heinz Gumin Preis für Mathematik wird am 15. November an Stefan Müller, Universität Bonn, verliehen. Ausgezeichnet wird er für seine bahnbrechenden Beiträge zur Variationsrechnung und elliptischen Regularitätstheorie, häufig motiviert durch innovative Anwendungen in der Festkörpermechanik.
Neue Wohnungen für Fellows
Zwei Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur Ludwig-Maximilians-Universität stehen zukünftig den Siemens Fellows für ihren Aufenthalt unentgeltlich zur Verfügung.
2014
2014
Der längste Vortragsabend
Am 17. Februar hält der ungarisch-britische Starpianist Sir András Schiff seinen Vortrag »Beethovens Diabelli Variationen und Bachs Goldberg Variationen« in der Reihe Beiträge zur Musik. Er begeistert über mehr als drei Stunden das Auditorium, das nach der Interpretation beider Werke am Flügel und der Erklärung ihrer Struktur auch die anschließende Diskussion konzentriert verfolgte. Es war der längste Vortragsabend in der Geschichte der Stiftung.
Edition der Carl Friedrich von
Siemens Stiftung
In der »Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung« im Verlag C.H.Beck erscheinen seitdem herausragende Studien, die im Rahmen des Fellowship-Programms der Stiftung entstanden sind.
Symposium für Horst Dreier
September: Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Horst Dreier: »Grundlagen des Grundgesetzes«.
Erwerbungsförderung »Schott-Archiv«
Am 3. Dezember präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek der Öffentlichkeit den Erwerb des Schott-Archivs. In der Woche davor waren die umfangreichen Bestände des Musikverlags von Mainz nach München gekommen, darunter beinahe 50.000 Notendrucke, das Erstausgabenarchiv von mehr als 60 laufenden Metern, über 30.000 Musikhandschriften, mehr als 3.000 Briefe und die Stich- und Druckbücher. Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung unterstützte neben der Kulturstiftung der Länder den Erwerb und ermöglichte darüber hinaus den Ankauf der kompletten Geschäftskorrespondenz des Schott-Verlags vom 18. bis zum 20. Jahrhundert
2015
2015
Kooperation mit Alexander von Humboldt-Stiftung
Start einer Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Stiftung: Zur Erweiterung der Programme, in denen die Alexander von Humboldt- Stiftung Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Deutschland einlädt, stellt die Stiftung 2015−2019 jährlich 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel dürfen nicht zur Substituierung anderer Zuwendungen eingesetzt werden. In den ersten fünf Jahren der Kooperation wurden 36 Carl Friedrich von Siemens-Forschungspreise der Alexander von Humboldt-Stiftung und 110 Carl Friedrich von Siemens-Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt- Stiftung finanziert. Bis zum Ende 2024 erreichte die Kooperation ein Gesamtfördervolumen von 25 Millionen Euro
2016
2016
Publikation zu Bob Dylan
Die Publikation des Siemens Fellow Heinrich Detering »Die Stimmen aus der Unterwelt. Bob Dylans Mysterienspiele« erscheint in der »Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung« im Verlag C.H.Beck.
Heinz Gumin Preis an Wendelin Werner
Der Heinz Gumin Preis für Mathematik wird am 9. Dezember an Wendelin Werner, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich verliehen.
2017
2017
Symposium für Dieter Henrich
Januar: Symposium anlässlich des 90. Geburtstags von Dieter Henrich: »Philosophie und Leben«.
Sondervortragsreihe zur»Zukunft der Demokratie«
Sondervortragsreihe “Die Zukunft der Demokratie” u.a. mit den Rechtswissenschaftlern Horst Dreier, Fellow 2011−2012, und Dietrich Murswiek, Fellow 2005−2006, sowie den Politikwissenschaftlern Herfried Münkler, Fellow 2016−2017, und Thomas L. Pangle, Fellow 1997−1998.
Nobelpreis für Barry C. Barish
Am 18. Januar stellte Barry C. Barish in der Reihe »Naturwissenschaft Aktuell« unter dem Titel »Einstein, Black Holes, and the Cosmic Chirps« das aufsehenerregende Experiment zum Nachweis von Gravitationswellen vor, für das er im Oktober desselben Jahres mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde.
2019
2019
40. Jahrestreffen der Alexander von Humboldt-Stiftung
Gastveranstaltung: Am 9. Juli lud die Alexander von Humboldt-Stiftung zum 40. Jahrestreffen der Münchner Forschungspreisträger und Forschungsstipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung ein; den Vortrag zu dem besonderen Jubiläum hielt der Carl Friedrich von Siemens-Preisträger Andreas Daum über Alexander von Humboldt.
Symposium für Peter M. Huber
Januar: Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Peter M. Huber: »Der europäische Rechtsraum«.
2020
2020
Heinz Gumin Preis an Wolfgang Hackbusch
Der Heinz Gumin Preis für Mathematik ging am 27. November an Wolfgang Hackbusch, emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften, Leipzig.
Bibliotheksförderung mit Spitzenwert
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung ist der bei weitem aktivste Förderer von Bibliotheken in Deutschland jenseits der Bibliotheksfinanzierung aus öffentlichen Mitteln. Bis 2020 werden insgesamt über 61 Millionen Euro dafür aufgewendet.
Über 170.000 Gäste in der Stiftung
Von Oktober 2005 bis September 2020 kamen 129.191 Gäste zu 1.307 Veranstaltungen ins Südliche Schloßrondell 23. Von ihnen besuchten 68.911 − im Mittel 228 pro Abend − die 302 Vorträge des Wissenschaftlichen Programms.
In diesem Zeitraum beteiligten sich an 1.042 Gastveranstaltungen in den Räumen der Stiftung insgesamt 55.892 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
2022
2022
Berufung von Marcel Lepper zum Geschäftsführer
Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Marcel Lepper wird im April als Geschäftsführer berufen, scheidet aber im Februar 2023 bereits wieder aus dieser Position aus.
Start des Osteuropa-Programms
Im Sommer erweitert die Stiftung mit dem Osteuropa-Programm das bestehende Fellows-Programm um einen wichtigen Baustein.
2023
2023
Norbert Frei zu Gast in der Stiftung
Der Historiker Norbert Frei hält am 22. Juni den Vortrag »Die deutschen Deutungseliten und die NS-Vergangenheit«.
Neue Geschäftsführerin Isabel Pfeiffer-Poensgen
Isabel Pfeiffer-Poensgen, die ehemalige Kultur- und Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, übernimmt ab Oktober ad interim die Geschäftsführung. Nach einer Satzungsänderung wurde sie zum 1. Dezember 2024 zur Vorsitzenden des Stiftungsvorstands bestellt.
Stiftungsgeschichte soll erforscht werden
Im November beauftragt die Stiftung das Institut für Zeitgeschichte in München mit der Aufarbeitung der Stiftungsgeschichte, insbesondere im Hinblick auf die Ära des Geschäftsführers Dr. Armin Mohler in den Jahren 1964–1985.
2024
2024
Stiftungsarchiv ist digitalisiert
Abschluss der archivfachlichen Erfassung und Digitalisierung der umfangreichen Stiftungsregistratur.
Start des Forschungsprojekts zur Stiftungsgeschichte
Das Projekt »Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung 1958–1985: Wissenschaft, konservative Bürgerlichkeit und rechte Netzwerke« startet unter der Leitung des Historikers Dr. Maik Tändler am Institut für Zeitgeschichte.
Erste Wissenschaftlerin im Stiftungsrat
Im April wird mit der Biophysikerin Petra Schwille die erste Wissenschaftlerin in den Stiftungsrat berufen. Im Dezember 2024 erfolgt die Bestellung von Beate Kellner, die den Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik an der LMU München innehat. Bis Anfang 2024 bestand der Stiftungsrat ausschließlich aus männlichen Mitgliedern.
Stiftungsvorstand wird hauptamtlich
Satzungsänderung: Die Stiftung verfügt jetzt über zwei Gremien, den hauptamtlichen Stiftungsvorstand und den ehrenamtlichen Stiftungsrat. Ein hauptamtlicher zweiköpfiger Vorstand leitet die Stiftung: Isabel Pfeiffer-Poensgen sowie seit April 2025 der Jurist und Stiftungsmanager Dr. Stefan Fritz.
2025
2025
Jürgen Habermas zu Gast
Gastveranstaltung: Zweiteiliges Kolloquium zur Krise der westlichen Demokratien. Beim zweiten Teil der Tagung im November spricht der 96-jährige Philosoph Jürgen Habermas zur Frage »Kann sich die EU dem autoritären Sog der USA noch entziehen?«. Es ist sein letzter öffentlicher Vortrag.
Ausstellungsförderung
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung fördert die erstmalige Ausstellung der kulturellen Schätze aus der historischen Klosterbibliothek der Zisterzienserinnenabtei St. Marienthal in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
2026
2026
Andreas Urs Sommer leitet Stiftung
Der Philosoph Prof. Dr. Andreas Urs Sommer tritt als neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung sein Amt an.